BROCK LESNAR: Entwicklung einer Top-Attraktion | Spotfight - Wrestling News, Podcasts & mehr! (2024)

BROCK LESNAR: Entwicklung einer Top-Attraktion | Spotfight - Wrestling News, Podcasts & mehr! (1)

Brock Lesnar – Er ist der Mann für die besonderen Momente und steht für die Extreme in der WWE. Wohl kein anderer Name sorgte in den letzten Jahren für so viel Aufmerksamkeit wie der Conquerer. Achtmaliger und jüngster WWE Champion aller Zeiten, Streakbrecher, Royal Rumble-Sieger. Dazu noch UFC World Heavyweight Champion, IWGP Heavyweight Champion und zahlreiche Rekorde im Ringen. Flankiert wird seine Liste an Errungenschaften und Erfolgen noch mit diversen Auszeichnungen wie Wrestler, Match oder Rivalität des Jahres. Lesnars Resümee ist riesig und dementsprechend auch das mediale Interesse an ihm. Seit seiner Rückkehr zur WWE in der RAW After-Mania-Show 2012 dient er dem McMahon-Imperium als Zugpferd Nummer eins. Nicht ganz zufällig sind der WWE seine Dienste schätzungsweise bis zu 12 Millionen US-Dollar im Jahr wert. Brock Lesnar steckt in der unabdingbaren Rolle des Zerstörers und Eroberers. Einen Status den er sich über einen langen Zeitraum hinweg erarbeitet hat.

Dass Lesnar auf Extreme steht, merkte man ihm bereits im Alter von 17 Jahren an, als er sich bei der amerikanischen Nationalgarde, mit dem Bedürfnis mit Sprengstoff und Munition zu arbeiten, bewarb. Dabei gab es aber ein Problem. Lesnar hat eine Rot-Grün-Schwäche und war daher für diese gefährlichen Arbeiten ungeeignet. Man bot ihm daraufhin einen Büro-Job an, welcher ihm diesmal aber aufgrund eines fehlgeschlagenen Eignungstests verwehrt blieb. Wahrscheinlich auch ganz gut, dass der junge und explosive Brock Lesnar nicht im Büro gelandet ist. Denn dann wäre jedes schwierige Kundengespräch sicherlich so geendet, wie es auch jede Vertragsunterschrift im WWE-TV tut und die Nationalgarde hätte regelmäßig neue Schreibtische beschaffen müssen.

Folglich musste sich Lesnar umorientieren und besuchte verschiedene Colleges, wo er mit Football und dem Ringen begann. Besonders im Ringen konnte er seinen extremen Charakter verwirklichen und verzeichnete, unter anderem auf dem College seines Heim-Bundesstaates Minnesota als Trainings- und Zimmerpartner von Shelton Benjamin, mehrere Erfolge und Championships. In einem Zeitraum von vier Jahren gewann Lesnar 106 seiner 111 Kämpfe und weckte auch aufgrund seines beeindruckenden Erscheinungsbildes das Interesse der WWF.

Lesnar erlernte das wrestlerische Handwerk bei der damaligen Entwicklungsliga Ohio Valley Wrestling und debütierte nach zwei Jahren im Main-Roster. Schnell war klar, dass Lesnar kein Performer für die Mid-Card sein würde und gewann nur knapp drei Monate nach seinem Debüt an der Seite von Paul Heyman das damals noch prestigeträchtige King of the Ring-Turnier. „The next big thing“ war im Main-Event der größten Wrestlingpromotion angekommen. Der Turniersieg garantierte dem Heyman-Klienten eine Chance auf die WWE Undisputed Championship beim Summerslam. Am Ende sollte Lesnar nur 126 Tage nach seinem Debüt The Rock besiegen und mit 25 Jahren der jüngste WWE Champion aller Zeiten werden. Dass Lesnar kein Freund des überfüllten WWE-Kalenders ist, zeigte sich schon früh. Denn normalerweise sollte der WWE-Titel sowohl bei SmackDown, als auch bei RAW verteidigt werden. Brock hatte aber kein Bock auf Montagsarbeit und trat von nun an nur noch bei SmackDown auf.

Abseits des Ringes wurde Brock Lesnar in der Zwischenzeit zusammen mit seiner Verlobten Nicole McClain Eltern von Zwillingen. Beide Kinder erbten etwas von der sportlichen Veranlagung ihres Vaters. So sollte Sohn Luke später Eishockey spielen und seine Tochter Mya Lynn im Kugelstoßen erfolgreich sein.

Die Bestie stand nicht nur mit beiden Beinen im Familienleben, sondern auch ganz alleine auf dem Wrestling-Olymp und bewies bereits im Herbst 2002, dass er dieser eine Gegner werden sollte, den der legendäre Undertaker einfach nicht besiegen könne. In Takers Wohnzimmer, dem Hell in a Cell-Käfig, bescherte Lesnar dem Undertaker seine erste cleane Pinfall-Niederlage in der Zelle. Lesnar entwickelte sich endgültig zur unaufhaltsamen Maschine, die alles und jeden aus dem Weg räumt. Der einzige der daran Zweifel hegte war ausgerechnet Paul Heyman. Heymans Zweifel an Lesnar waren sogar so stark, dass er ihm eine Titelverteidigung gegen The Big Show ausreden wollte. Voller Selbstbewusstsein ging Lesnar aber natürlich trotzdem auf einen Clash mit dem größten Athleten der Welt ein. Heymans Zweifel sollten sich jedoch als Wahr herausstellen und er verlor den Titel bei der Survivor Series. Jedoch nur, weil Heyman sich gegen seinen Schützling stellte und den Matchausgang entscheidend beeinflusste. Die 16. alljährliche Ausgabe der Survivor Series markierte somit Lesnars aller erste Pinfall-Niederlage seiner WWE-Laufbahn. Verärgert durch den Verrat seines Managers, der schon vor dem Match eine Anti-Rematch-Klausel durchgesetzt hatte, sorgte Lesnar bereits bei Big Shows erster Titelverteidigung für den Verlust des WWE-Titels gegen Kurt Angle. Heyman erwies sich als die Illoyalität in Person und rückte von Big Shows Seite ab und stellte sich neben Kurt Angle. Was die Differenzen zwischen Big Show und Lesnar aber nicht fallen ließ. Die beiden physischen Ausnahmeathleten trafen beim Royal Rumble aufeinander, um den letzten Platz im Rumble-Match zu ergattern. Lesnar besiegte Big Show und sicherte sich so Einzugsnummer 29. Er gewann den Rumble indem er als letztes den Undertaker eliminierte. Als Teil des SmackDown-Rosters garantierte ihm dies eine Chance auf die WWE Championship bei Wrestlemania 19.

Das Match Brock Lesnar gegen Kurt Angle war das Aufeinandertreffen der beiden glaubwürdigsten Catcher im WWE-Kader. Das ultimative Duell der Physis, Kraft und Athletik. Obwohl die beiden den Fans einen absoluten Klassiker boten, bleibt das Match aber hauptsächlich aufgrund von Lesnars verbotchten Shooting Star Press in Erinnerung. Dennoch gewann „The next big thing“ das Match und erhielt zum zweiten Mal die WWE Championship und katapultierte sich erneut an die Spitze des WWE-Gipfels.

Der Triumphzug von Lesnar ging weiter und Siege gegen den jungen aufstrebenden John Cena und in der neu entfachten Rivalität gegen Big Show, manifestierten Lesnar so langsam in der Riege der größten Namen des Sports. Im Verlaufe der Fehde mit Big Show kam es sogar zum berühmten Ring-Kollaps, nachdem Lesnar Big Show per Superplex von der Ringecke auf die Matte krachen ließ. Eine Kraftdemonstration wie sie wohl nur Lesnar durchführen konnte. Unterstützung erhielt er in dieser Zeit von seinem Wrestlemania-Gegner Kurt Angle, der es dennoch unmissverständlich auf Lesnars Titel abgesehen hatte. In einer mit Respekt erfüllten Fehde nahm Angle ihm den Titel bei SmackDowns erstem Exklusiv-PPV Vengeance ab. Nachdem sich Mr. McMahon in die Fehde involvierte, war es dann aber vorbei mit Respekt. Erst konnte Angle seinen Titel noch beim Summerslam verteidigen, indem er Lesnar zum ersten Mal in seiner Karriere zur Aufgabe zwang. Dann folgte einige Wochen später jedoch das vielleicht beste SmackDown-Match aller Zeiten, als sich die beiden ehemaligen Ringer in einem Ironman-Match gegenüber standen. Mit einem Endresultat von fünf zu vier errang Lesnar seine dritte WWE-Championship. Nach einer erneuten Titelverteidigung gegen den Undertaker, gipfelte die Lensar-Angle-Rivalität bei der Survivor Series in einem traditionellen 5-gegen-5 Tag Team Elimination Match, welches Team Angle gewann.

Die Niederlage schädigte Lesnars Selbstvertrauen aber keineswegs und so behauptete der Champ, dass er in der Lage sei jeden schlagen zu können. Dies rief WCW-Dominator Goldberg auf den Plan. Lesnar, offensichtlich eingeschüchtert von Goldberg, feuerte den ersten Schuss und sorgte für Goldbergs Ausscheiden im Royal Rumble Match. So versuchte er einen Rumble-Sieg von Goldberg zu verhindern, damit ihn dieser nicht um den Titel bei Wrestlemania herausfordern könne. Wie du mir, so ich dir, dachte sich Goldberg und bescherte den Fans einen absoluten Feel-Good-Moment bei No Way Out, dem letzten PPV vor Werstlemania und attackierte Lesnar bei seiner Titelverteidignung gegen Publiku*msliebling Eddie Guerrero und kreierte eine der größten und emotionalsten Upsets der WWE-Geschichte. Die Differenzen zwischen Lesnar und Goldberg sollten bei Wrestlemania bereinigt werden. Es sollte das vorerst letzte Match sowohl von Lesnar als auch von Goldberg bei der WWE sein. Den Fans war dieser Umstand schon vor der Show bewusst, wodurch das Match zu einem absoluten Fiasko wurde und Lesnars ersten so beeindruckenden zweijährigen WWE-Run auf einem Tiefpunkt enden ließ.

Lesnar widmete sich von nun an seiner eigentlichen Leidenschaft: Dem Football. Obwohl er seit seiner High School-Zeit nicht mehr aktiv war, hatte Lesnar dennoch hohe Ambitionen. Er sah in sich einen genauso guten, wenn nicht besseren, Athleten wie in vielen anderen NFL-Spielern. Nach einigen Testspielen generierte er auch tatsächlich das Interesse einiger NFL-Teams, ehe ihn eine Verletzung nach einem Motorrad-Unfall aus der Bahn warf. Von den Minnesota Vikings erhielt er das Angebot in der europäischen NFL-Liga zu spielen. Lesnar lehnte jedoch mit der Begründung in den Staaten bleiben zu wollen ab. Das Projekt Football-Profi war so bereits nach nur wenigen Monaten ad acta gelegt.

Brock Lesnar sollte für ein ganzes Jahr von der öffentlichen Bildfläche verschwinden und kehrte im Oktober 2005 ins Wrestling-Geschäft zurück. Diesmal trat er aber nicht für die WWE, sondern für New Japan Pro Wresting an. Bei seinem aller ersten Kampf konnte er direkt die IWGP Heavyweight Championship gewinnen. Trotzdem saß ihm die WWE im Nacken – und zwar in rechtlicher Hinsicht. Eigentlich unterzeichnete Lesnar um seinen Vertrag nach Wrestlemania 20 auflösen zu können eine Non-Compete-Klausel bis 2010. Somit hätte er normalerweise in diesem Zeitraum für keine andere Promotion antreten dürfen. Lesnar ging gerichtlich gegen diese Maßnahme vor. Dies führte teils dazu, dass er seinen IWGP-Titel nicht verteidigen konnte. Nach monatelangem hin und her legte man die Differenzen bei Seite, um einen neuen WWE-Vertrag aushandeln zu können, den Lesnar aber ablehnte. Jetzt wo er sich aus dieser rechtlichen Schieflage befreien konnte, verlor er den Titel ausgerechnet aufgrund von Visa-Problemen. Der Titel wurde vakantiert und in einem Turnier ein neuer Champion ermittelt. Lesnar zog sich erneut für einen kompletten Kalenderzyklus aus der Öffentlichkeit zurück. Es sollte keine Rückkehr zu NJPW geben. Stattdessen debütierte er für die japanische IGF-Promotion, wo er als der echte IWGP Heavyweight Champion präsentiert wurde. Schließlich hat er den Titel ja niemals wirklich verloren und blieb bei NJPW ungeschlagen. Er setzte den Titel ausgerechnet gegen seinen alten Weggefährten Kurt Angle aufs Spiel. Angle selbst war zu diesem Zeitpunkt TNA World Heavyweight eayHeaChampion. Angle besiegte Lesnar indem er ihn im Ankle Lock zur Aufgabe zwang. Es schien das Ende der Wrestling-Karriere von Brock Lesnar zu sein.

Dafür fand die Bestie sein Glück im echten Leben und heiratete im Frühling 2006 die ehemalige Wrestlerin Sable. Beide sollten später Eltern der beiden Söhne Turk und Duke werden, die genau wie Lesnars Sohn Luke aus seiner vorherigen Beziehung, Eishockey spielen sollten. Was den Fan der Winnipeg Jets sehr freuen dürfte. Sable, bürgerlich Rena Greek, nimmt zudem noch eine Tochter aus erster Ehe mit. Die Familie lebt abgelegen auf einer kanadischen Farm im Staat Saskatchewan, wo vor allem Lesnar seine Liebe zur Landwirtschaft und Jagd ausleben kann. Als Anhänger der National Riffle Association, kann er seine Jagdlust, die seinen extremen Charakter nur weiter unterstreicht, perfekt ausleben. Sein Hobby musste Lesnar aber auch einmal für sechs Monaten ruhen lassen. Nachdem er ein Maultierhirsch schoss, versäumte er es nämlich diesen sofort zu melden und wurde für „impropper tagging“ für eben diese sechs Monate gesperrt und musste eine Strafe von 1725 US-Dollar zahlen. Er akzeptierte die Strafe bedingungslos.

Auch wenn Lesnar immer wieder betont, dass er diesen zurückgezogenen Lebensstil liebt, so kann er wohl dennoch nicht ohne Scheinwerferlicht. Nach Ringen, Wrestling, Football und erneut Wrestling suchte sich Lesnar die nächste große Herausforderung um seine Kraft und Willensstärke zu demonstrieren. Vom Showkampf wechselte er nun in den echten Kampf und debütierte mit 30 Jahren in der UFC. Obwohl er in seinen ersten beiden Kämpfen nur einen Sieg erzielte und eine krachende Niederlage gegen Frank Mir hinnehmen musste, trat er bei seinem dritten UFC-Kampf bereits um die UFC Heavyweight Championship an. Als krasser Außenseiter besiegte er Randy Couture per technischen K.O. in der zweiten Runde und errang wie schon in der WWE und NJPW sehr früh den Top-Titel. Lesnar musste zukünftig immer wieder geplante Titelverteidigungen absagen, nachdem er am Pfeifferschen Drüsenfieber und Divertikulitis, einer Darmschleimhauterkrankung, erkrankt und längere Zeit außer Gefecht war. Er musste sogar einige Zeit lang im Krankenhaus behandelt und operiert werden. Seine Situation wurde zeitweise sogar als kritisch beschrieben. Aber Brock Lesnar wäre nicht Brock Lesnar, wenn er nicht noch stärker zurückkehren würde. Und so überwand er die Krankheit und verteidigte die UFC Heavyweight Championship mehrfach und zog mit dem Rekord für die meisten erfolgreichen Titelverteidigungen in Folge gleich. Genau wie schon im Wrestling war Lesnar diese unaufhaltsame Maschine, die alles und jeden vernichtete. Nur, dass die Dominanz dieses Mal nicht in einem Skript stand, sondern real war.

Aber auch Lesnar fand seinen Meister. Er verlor gegen den unbesiegten Cain Velasquez in der ersten Runde und sollte nie wieder eine Chance auf den Titel erhalten. Dennoch waren weitere Fights geplant, die aufgrund eines erneuten Ausbrechens der Divertikulitis aber abgesagt werden mussten. In seinem vorerst letzten Kampf gegen Alistair Overeem verlor er innerhalb von 2:26 und zog sich auch aufgrund von wiederkehrenden gesundheitlichen Problemen aus dem MMA-Geschäft zurück. Zwar war der Verlauf der Divertikulitis recht mild, aber hinderte Lesnar daran auf 100% zu kommen.

Auch wenn Lesnars MMA-Karriere vorerst vorüber war, so loderte immer noch das Feuer in ihm. Bei der RAW-Ausgabe nach Wrestlemania 2012 kehrte die Bestie zur WWE zurück, um der weltweit führenden Promotion laut RAW-GM John Laurinaitis mehr Legitimität zurückzubringen. Nach seinem berauschenden ersten Run in der WWE und seinen Erfolgen im echten Kampfsport sollte man denken, dass von nun an eine absolute Dominanz Lesnars für die kommende Zeit fest eingeplant sei. Aber die WWE entschied sich dafür Lesnars Comeback-Match gegen John Cena verlieren zu lassen. Trotz eines dominanten Matchverlaufes pro Lesnar verlor er nach einem AA auf die Ringtreppe.

Dennoch nutzte die WWE Lesnars Ringer- und MMA-Vergangenheit, um ihn als legitimen Zerstörer zu präsentieren. Lesnar trat selbstbewusst und arrogant auf und verlangte sogar, dass die wöchentliche Montagabendshow in “Monday Night RAW starring Brock Lesnar“ umbenannt werde. Als man dieser, und noch einiger weiterer Forderungen, nicht nachkam attackierte Lesnar den COO Triple H und brach ihm in feinster Kayfabe-manier den Arm. Mit erneut Paul Heyman an seiner Seite erledigte die Bestie Triple H in einem offiziellen Match und kehrte der WWE vorerst den Rücken. Mit der Begründung alles erobert – geconquered – zu haben. Erst die drohende Kündigung Heymans brachte Lesnar fast ein halbes Jahr später wieder vor die Fernsehkameras. Rücksichtslos wie immer attackierte er Mr. McMahon um das „you’re fired“ an Heyman zu verhindern. McMahons Schwiegersohn Triple H drängte sich als Beschützer der Familie auf und forderte ihn heraus. Lesnar willigte ein, sofern er die Stipulation bestimmen dürfe. Gelenkt von Wut unterzeichnete Triple H den angesetzten Matchvertrag, welcher, wie sich herausstellte, beinhaltete, dass der King of Kings sich aus dem aktiven Ringgeschäft zurückziehen müsse, falls er das Match verliert. Aber Triple H siegte und rettete seine Karriere. Die unbesiegbare Maschine Brock Lesnar verlor somit den zweiten von drei Kämpfen seit seiner Rückkehr. Die Fehde wurde beim nächsten PPV Extreme Rules mit einem Lesnar-Sieg abgeschlossen.

Brock Lesnar ist ein Einzelgänger und die einzige Person, der er vertraut ist Paul Heyman. Dementsprechend gefiel es ihm eher weniger gut, dass Heyman nicht nur ihn sondern auch CM Punk beratend unterstützt. Also war klar: CM Punk muss beseitigt werden. Lesnar schaffte es Heyman wieder ganz auf seine Seite zu ziehen und Punk beim Summerslam zu besiegen. Er hatte sein Ziel erreicht und setzte sich wieder einmal für mehrere Monate zur Ruhe. Passend zur Wrestlemania-Season tauchte Lesnar wieder auf und forderte fast schon hochnäsig den WWE World Heavyweight Champion heraus. Attacken gegen Mark Henry und Big Show unterstrichen seine Ambitionen, dennoch hatte der Royal Rumble-Sieger Batista zuerst das Recht den Champion bei Wrestlemania herausfordern zu dürfen. Die WWE bot Lesnar daher lediglich einen Vertrag für ein Wrestlemania-Match gegen einen Gegner seiner Wahl an. Lesnar war alles andere als zufrieden mit diesem Angebot und weigerte sich darauf einzulassen. Ehe er vom Undertaker konfrontiert wurde und den Vertrag dann doch schnell unterzeichnete. Er versprach allen die Streak des Undertakers zu „conquern“. Vor allem aufgrund des nüchternen Aufbaus ging er als Außenseiter in das Match. Dennoch gab es für die WWE und allem voran Vince McMahon genug Gründe um Lesnar die Streak beenden zu lassen. Im wohl größten Schock der modernen WWE-Geschichte hielt Lesnar als erster Superstar überhaupt die Schultern des Undertakers bei der Show des Jahres bis drei auf der Matte. Die gesamte Arena mit mehr als 70.000 Zuschauern verfiel in eine Schockstarre. Einige glaubten sogar an ein komplett verbotchtes Ende und Lesnar als ungeplanten Sieger. Bis heute sorgt die Entscheidung die Serie hier enden zu lassen für kontroverse Diskussionen. Aber egal ob man die Entscheidung gut oder schlecht findet, Brock Lesnar hat sich so an der Spitze der WWE-Geschichtsbücher festgebissen.

Als Lohn stand nun endlich eine Chance auf die WWE World Heavyweight Championship bevor. Beim Summerslam bezwang er John Cena im wahrscheinlich einseitigsten WWE Championship Match der Geschichte (Squashs ausgenommen). Lesnar war zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder WWE Champion und die WWE stürzte sich ins Wagnis Teilzeit-Champion. Denn nach seiner Titelverteidigung beim nachfolgenden PPV, hörten die Fans quasi ein Quartal lang nichts vom Champion. Erst zum Start der Wrestlemania-Season waren Lesnar die Shows wieder wichtig genug um selbst aufzutauchen. Beim Royal Rumble fegte er dann über Cena und Seth Rollins hinweg, obwohl er sich während des Matches storylinemäßig eine Rippe brach. Dies sollte noch einmal den Wert des unaufhaltsamen Lesnars unterstreichen.

Aber im Wrestling wird auch irgendwann der unschlagbare besiegt, damit ein neuer Topstar geboren wird. Und dieser Topstar sollte offensichtlich Roman Reigns sein. Reigns gewann den Royal Rumble und forderte den Eroberer heraus. WWEs Plan Roman Reigns an der Spitze und als neues Vollzeit-Zugpferd zu positionieren war bereits zu den Fans durchgedrungen, obwohl in den Augen des WWE-Universums viele andere Wrestler diesen Spot mehr verdient hätten. Reigns als Idee des Lesnar-Bezwingers, als Bezwinger des Conquerers der Streak, stieß auf Abneigung. Trotzdem kam es im Main-Event von Wrestlemania 31 zum Match Lesnar vs Reigns. Für Brock Lesnar markierte es nach Wrestlemania 19 das zweite Main-Event-Match bei der größten Show des Jahres. Und wer hätte gedacht, dass Lesnar in diesem den Rückhalt des Publiku*ms genießen durfte. Und das nur ein Jahr, nachdem er so kontrovers und unerwartet die Streak gebrochen hatte. Hauptsächlich war der Jubel für Lesnar natürlich umgekehrter Heat gegen Reigns, aber vermutlich war die glaubwürdige Darstellung, die Leistungen im Ring und die Starpower Lesnars ebenso Grund genug, um in den Augen der Fans als echte Attraktion angesehen zu werden. Daher war es für viele einfach zu früh Lesnar hier und jetzt schon verlieren zu lassen. Nur gut, dass die Authority nicht nur storylinemäßig, sondern auch bookingmäßig einen Plan B hatte. Und dieser war Mr. Money in the Bank Seth Rollins. Rollins wartete den perfekten Moment ab und cashte seinen Vertrag gegen die vom Matchverlauf schwer gezeichneten Reigns und Lesnar ein. Seth Rollins pinnte den Herausforderer Reigns und wurde neuer WWE Champion. Bei der RAW-Ausgabe einen Abend später machte Lesnar seinem Ärger Luft und attackierte sogar Kommentator Michael Cole, weswegen er prompt für unbestimmte Zeit suspendiert wurde. Die WWE schaffte es so Lesnar weiterhin als unbesiegbare Maschine darzustellen, den Titel abzunehmen und seine nächste Auszeit sinnvoll zu begründen.

Zurückholen konnte ihn nur die Authority. Und das tat sie knapp zehn Wochen später auch und gewehrte ihm eine Chance auf die WWE Championship, da er den Titel schließlich niemals richtig verlor. Gegen Champion Seth Rollins führte Lesnar seinen dominanten Siegeszug weiter fort. Beim entscheidenden Pin ging jedoch das Licht aus und ein ikonischer Gong-Schlag ertönte. Es war natürlich der des Undertakers. Über ein Jahr nach seiner größten Niederlage konfrontierte er seinen Bezwinger. Der Deadman trat seinen Nemesis, den er in seiner Karriere nie besiegen konnte, gegenüber und kostete Lesnar die WWE Championship. Beim Summerslam kam es zum großen Rematch. Laut den Geschichtsbüchern hat es der Undertaker in diesem Fight endlich geschafft Lesnar zu besiegen. Aber eigentlich war es nicht Takers erster Sieg gegen Lesnar, sondern seine erste Submission-Niederlage überhaupt. Der Ringrichter übersah das Abklopfen des Undertakers und Taker nutzte so die Gunst der Stunde und übermannte einen siegessicheren Lesnar. Das entscheidende Match stieg in Takers Wohnzimmer dem Hell in a Cell-Käfig. Ein Match, welches es vor knapp 14 Jahren schon einmal gab. Mit gleichem Ausgang: Sieger Brock Lesnar.

Die folgenden zwölf Monate waren für Lesnar-Verhältnisse eher unspektakulär. Eine erfolglose Teilnahme am Royal Rumble, ein eher enttäuschendes Wrestlemania-Match gegen Dean Ambrose und eine kurze Fehde und Sieg gegen Randy Orton beim Summerslam. Bemerkenswert wurde es um Lesnar hauptsächlich aufgrund seiner Rückkehr in den Oktagon. Beim Comeback-Fight gegen Mark Hunt zeigte er, dass er auch in der realen Welt des Kampfsportes noch zur Weltspitze gehört und besiegte Hunt einstimmig nach Punkten. Aber beim standardgemäßen Doping- und Drogentest im Anschluss fiel Lesnar durch – und das gleich zweimal. Er wurde positiv auf das Antiestrogen Clomifen getestet. Dafür wurde er bis Juli 2017 gesperrt und musste eine Strafe in Höhen von 250.000 US-Dollar abdrücken.

Erst bei der Survivor Series sollte es wieder wirklich spannend um die Bestie werden. Bei der 30. Ausgabe der Survivor Series kam es zum Aufeinandertreffen mit dem Rückkehrer Goldberg. Goldbergs letztes Match war 2004 und nun kam er „für einen letzten großen Fight“ zurück. Die meisten vermuteten hinter Goldbergs Rückkehr hauptsächlich eine reine PR-Show, um das aktuelle WWE-Game WWE 2K17 zu vermarkten, welches unter dem Slogan „Fantasy Warfare just got real“ auf dem Markt kam. Mit Lesnar als Coverstar und Goldberg als Vorbestellerbonus schien die reale Ansetzung von Lesnar gegen Goldberg nur aus Marketing-Gründen Sinn zu ergeben. Alle erwarteten den nächsten Lesnar-Sieg um ihn weiterhin als „unbesiegbar“ darzustellen. Aber wie sagte Vince McMahon einst: „expect the unexpected.“ Und so squashte der seit 12 Jahren inaktive Goldberg den unbesiegbaren Lesnar in weniger als 90 Sekunden und sorgte für seine erste cleane Niederlage seit knapp dreieinhalb Jahren. Weder Vinces Golden Boys John Cena oder Roman Reigns, noch der Deadman oder der Legend Killer konnten Brock Lesnar stoppen. Rentner Bill dafür aber schon. Einer der größten Schocks der letzten WWE-Dekade und Startschuss für Goldbergs endgültige Part-Time Rückkehr in den Ring. Die beiden sollten sich bereits im Royal Rumble-Match wieder gegenüber stehen. Mit ähnlichem Ausgang. Als Goldberg mit Startnummer 28 in den Ring marschierte benötigte er nur wenige Sekunden und einen Spear um die Bestie zu eliminieren. Die nächste Demütigung für den einst so Unerreichbaren. Brock Lesnar liebt aber das Gewinnen und das Dominieren. Das ist sowhol seine wahre Lebenseinstellung als auch die Einstellung vor den TV-Kameras. Brock ist ein schlechter Verlierer. Aber im Gegensatz zu allen anderen 0815-Heels bei der WWE, ist er kein schlechter Verlierer indem er Entscheidungen der Offiziellen anklagt und sich unfair behandelt fühlt, sondern indem er seine Widersacher immer wieder konfrontiert bis er sie besiegt. Und so forderte er Goldberg zu einem Match bei Wrestlemania 33 heraus. Goldberg seinerseits hatte mittlerweile die Universal Championship von Kevin Owens gewonnen und nahm die Herausforderung an. 13 Jahre nach dem Desaster bei Wrestlemania 20 mussten beide wieder etwas gut machen und den Fans eine gute Show bieten. Und das taten sie. Open-Air vor über 70.000 Zuschauern war Big-Time-Feeling vorprogrammiert. Mit Lesnar als Sieger und neuen Universal Champion – sein fünfter World Title-Gewinn. Nun stand Lesnar wieder alleine an der Spitze. Das Trauma Goldberg ist überwunden. Es sollte eine für die moderne WWE ungewöhnlich lange Regentschaft von mehr als 500 Tagen werden. In dieser Zeit bezwang er unter anderem Samoa Joe, Braun Strowman, AJ Styles und Kane. Im Main-Event von Wrestlemania 34 besiegte er sogar den neuen „John Cena“ Roman Reigns. In einem Rückmatch besiegte er ihn erneut.

Währenddessen ließ sich der längste amtierende Universal Champion auch wieder bei der UFC blicken und konfrontierte bei UFC 226 Champion Daniel Cormier. Nach einer kleinen Rangelei, hielt Lesnar eine eher Wrestling-typische Promo gegen die derzeitige Heavyweight-Division. Die Division sei seiner Ansicht nach nämlich am Boden und er zielte auf Cormiers Titel ab, um ein „Two-Sports-Champion“ zu werden. Letztlich sollte es nie zum Duell Lesnar vs Cormier kommen. Daher wird Lesnars Auftritt auch viel mehr als PR-Aktion eingeordnet, bei dem WWE und UFC praktisch füreinander warben. Auch wenn sich die Gerüchte um Lesnars Rückkehr in den Oktagon vorerst hartnäckig hielten.

Zurück vor den WWE-Kameras musste Brock beim Summerslam seinen Titel ein weiteres Mal gegen Roman Reigns verteidigen. Die Fans waren mittlerweile sehr ermüdet von Lesnars Part-Time-Title-Run. Reigns als Eroberer von Lesnar war zwar nicht unbedingt der Wunsch des WWE-Universums, aber Hauptsache ein Full-Time-Star hält den Titel und ist jede Woche im TV präsent zu sehen. Die Freude sollte aber nicht lange halten. Nur zwei Monate später errang Lesnar den Titel nämlich erneut, nachdem Reigns diesen aufgrund einer Leukämie-Erkrankung vakantieren musste. Lesnars Schreckensherrschaft ging also weiter. Die Publiku*mslieblinge Braun Strowman, Daniel Bryan und Finn Bálor waren seine nächsten Opfer. Erst bei Wrestlemania sollte er in Kingslayer und Royal Rumble-Sieger Seth Rollins seinen Bezwinger finden und aus Kingslayer wurde Beastslayer Rollins. Lesnar verschwand erst einmal wieder von der Bildfläche. Nur um im Money in the Bank Ladder Match zum Ende des Kampfes die Stage herunterzustürmen und einfach den Koffer abzuhängen. Nach WWE-Logik ist somit Brock Lesnar der neue Mr. Money in the Bank. Eine weitere der vielen kontroversen Entscheidungen rund um Lesnars Werdegang. Brock als Kofferträger hatte eine ganz eigene Dynamik. Erst kannte er die Regeln nicht wirklich und erfreute sich über die Tatsache, dass er ja ein ganzes Jahr lang Zeit hat um einzucashen und dann inszenierte die Bestie den Koffer als Art Radio und trug die Musikmaschine wie ein Teenie aus einem 90er-Jahre-Film auf der Schulter neben dem Ohr und bewegte sich zum Beat. Comedy-Brock hielt sich aber nicht allzu lange und nach knapp zwei Monaten löste er seinen Vertrag ein und errang seine dritte Universal Championship. Nur um den Titel beim nächsten PPV, dem Summerslam, direkt wieder an Seth Rollins zu verlieren.

Als Brock den Money in the Bank-Koffer gewann spekulierte das WWE-Universum noch, dass er diesen vielleicht bei der hochangepriesenen ersten SmackDown-Ausgabe auf FOX einlösen werde. Dies trat zwar nicht ein, aber dennoch bekam er ein WWE Championship-Match gegen Kofi Kingston, welches er innerhalb von sieben Sekunden gewann. Aufgrund des milliardenschweren Mega-Deals mit FOX, kann man wohl davon ausgehen, dass der TV-Sender ein großes Mitspracherecht dabei hatte Lesnar als Top-Draw und –Champion einzusetzen. Die Ausrichtung des „neuen“ SmackDowns sollte sportlicher und etwas weniger Entertainment-lastig sein. Da macht Lesnar als WWE Champion natürlich Sinn. Auch sein erster Herausforderer regte die Illusion eines echten sportlichen Wettkampfes weiter an. Nach dem Sieg über Kingston wurde er nämlich von Cain Velasquez attackiert. Gegen Velasquez verlor Lesnar vor zehn Jahren die UFC Heavyweight Championship. Entweder verpflichtete die WWE Velasquez also um Lesnar wieder als unschlagbare Maschine darzustellen, der jeden Gegner früher oder später platt macht oder man präsentiert mit Velasquez das unüberwindbare Hindernis Lesnars. Die Antwort war schnell gegeben. Brock gewann innerhalb von zwei Minuten via Submission mithilfe des Kimura Locks und Velasquez tauchte bis dato nie wieder im WWE-TV auf. Brock sollte also FOXs Zugpferd werden um den riesigen Deal auch zu rechtfertigen – oder auch nicht. Der Champion wechselte auf eigene Faust zurück zu RAW um eine offene Rechnung mit Rey Mysterio zu begleichen. Dies tat er dann auch indem er den bekanntesten Luchador der Wrestling-Welt bei der Survivor Series besiegte.

Part-Time-Brock nahm sich daraufhin natürlich erstmal wieder eine kleine Auszeit und erschien erst im neuen Jahr wieder, nur um klarzustellen, dass es niemanden gäbe, der eine Chance auf seinen Titel verdient hätte. Dementsprechend meldete er sich selbst für das Royal Rumble-Match an, um dieses zu gewinnen, damit ihn niemand bei Wrestlemania herausfordern könne. Mit der Startnummer eins ging der Champ ins Match und eliminierte die ersten 13 Kontrahenten im Match. Darunter Schwergewichte wie Big E, Keith Lee, Braun Strowman und ehemalige Fehdengegner wie Rey Mysterio und Kofi Kingston. Erst die Nummer 16 Drew McIntyre schaffte, nach einem intensiven Stare Down und einem Tiefschlag von Ricochet, das „Beast“ mittels Claymore Kicks aus dem Ring zu befördern. McIntyre gewann den Royal Rumble am Ende und wählte Lesnar und die WWE Championship für Wrestlemania, um Vince McMahons Prophezeiung aus dem Jahr 2009 zu erfüllen. Auf der Road to Wrestlemania revanchierte sich Lesnar bei Super ShowDown noch an Ricochet und fertigte diesen in 90 Sekunden ohne jegliche effektive Gegenwehr ab. Bei Wrestlemania kam es dann zum einzigen Lesnar-Match während der Corona-Pandemie und folglich ohne Zuschauer. Und kurz gesagt kopierte man einfach die Story aus dem Vorjahr und der Royal Rumble-Sieger entthronte den Champion nach zahlreichen Finishern binnen weniger Minuten. Ohne Zuschauer und im kleinen Performance Center fühlte es sich zwar nicht so an, aber dies markierte Lesnars vierte Teilnahme im Main-Event von Wrestlemania. Er ist ein Top-Star, ein absoluter Weltklasse-Athlet. Wir freuen uns auch in Zukunft auf Großevents mit einem überlegenen, dominanten und extremen Brock Lesnar!

Produktion: Nico Walter, Jonathan Guthy, Lucas Grabowsky

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Author: Allyn Kozey

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